Fragen für die Zeit der Apostasie

Wichtige Fragen für einen Katholiken

Wir leben in apokalyptischen Zeiten. Deshalb ist es für einen gläubigen Katholiken wichtig, Fragen von Bedeutung für unsere Zeit nicht nur zu stellen, sondern auch Antworten zu erhalten, die mit der Lehre der katholischen Kirche übereinstimmen. Und so werden die Antworten katholisch ausfallen, und zwar durch gelehrte Geisteslehrer und katholische Theologen, durch das Kirchliche Lehramt und durch päpstliche Lehrschreiben.

Dürfen wir ein Privaturteil fällen?

Antwort: Ja, denn unser Gewissen nötigt uns in bestimmten Fällen dazu.

siehe Beitrag: Dürfen wir ein Privaturteil fällen?

Gab es in der Kirchengeschichte häretische Päpste?

Antwort: Nein, denn die ganze Kirchen-Geschichte ist “ein fortgesetzter Beweis von der Erfüllung des Wortes Christi, indem der Heilige Stuhl sichtbar durch eine übernatürliche Macht in der Bewahrung der christlichen Wahrheit gegen alle Ränke der Hölle und der Welt geschützt wird.”

siehe Beitrag: Die Päpste sind vor Irrtum geschützt

Sind Heiligsprechungen ein Akt der Unfehlbarkeit?

Antwort: Ja, die Kirche ist unfehlbar in der Kanonisation eines Heiligen. Sollte ein Unheiliger kanonisiert werden, dann ist dies ein sicheres Zeichen dafür, daß es sich nicht um die katholische Kirche handelt, die die Kanonisation vornimmt.

siehe Beitrag: Unfehlbarkeit bei Heiligsprechungen

Können Verdammte von der katholischen Kirche kanonisiert werden?

Antwort: Nein, denn die Assistenz des heiligen Geistes wird die Kirche auch bei der Kanonisation von Heiligen vor einem Irrtum bewahren, der für das religiöse Leben, für die Heiligkeit und die Autorität der Kirche so nachteilig wäre.

siehe Beitrag: Wenn Verdammte kanonisiert werden

Darf ein Katholik die Rechtfertigungslehre Luthers annehmen?

Antwort: Nein, er würde bei Annahme der häretischen Rechtfertigungslehre Luthers selber Häretiker werden und nach der Entscheidung des Konzils von Trient aus der Katholischen Kirche ausgeschlossen sein.

siehe Beitrag: Das Konzil von Trient über die Rechtfertigungslehre – Canones

Darf ein Katholik sagen, es gibt keinen katholischen Gott?

Antwort: Nein, denn der Gott der Katholischen Kirche und der gläubigen Katholiken ist die allerheiligste Dreifaltigkeit. Durch Jesus Christus wurde uns der dreifaltige Gott als der wahre Gott geoffenbart. Diese göttliche Offenbarung und Lehre hat die katholische Kirche als Kirche Christi stets siegreich verfochten.

siehe Beitrag: Gibt es einen katholischen Gott?

Darf ein Katholik behaupten, der alte Bund existiere noch weiter?

Antwort: Nein, denn sowohl die heilige Schrift wie auch die Lehre der Kirche und der Päpste lehren das Gegenteil.

siehe Beitrag: Pius XII. Mystici Corporis – Am Kreuz starb der Alte Bund

Antwort: Der Alte Bund ist aufgehoben. Mit der Gründung des Neuen Bundes und der katholischen Kirche durch unseren Herrn Jesus Christus ist der Alte Bund des Mosaismus durch Christus selber aufgehoben. Die neue Religion der Juden ist der Judaismus, Talmudismus sowie anderer Formen, die nach der Zerstreuung der Juden im Jahre 74 entstanden sind und nichts gemein haben mit dem religiösen Judentum zur Zeit Christi.

siehe Beitrag: Das Judentum des Alten Bundes

Darf ein Katholik sagen, dass ein Heide, Jude, Mohammedaner, Irrgläubiger oder Ungläubiger das ewige Seelenheil in seiner Religion erlangen kann?

Antwort: Nein, das darf er nicht sagen, denn er würde sich der Sünde des Indifferentismus schuldig machen. Nur in Jesus Christus und in Seiner Kirche findet der Mensch das ewige Heil.

siehe Beitrag: Papst Gregor XVI. Enzyklika “Mirari Vos” über den Indifferentismus

Ist es einem Katholiken erlaubt zu behaupten, daß die Gottesmutter Maria nicht als Heilige geboren wurde?

Antwort: Nein, denn dieser Katholik würde das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis leugnen und – wie Papst Pius IX. in seiner Bulle „Ineffabilis Deus“ schreibt – „sich selbst das Urteil gesprochen“ haben, „daß er im Glauben Schiffbruch erlitten hat und von der Einheit der Kirche abgefallen ist.“

siehe Beitrag: Papst Pius IX. Bulle “Ineffabilis Deus” – Definition des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis Marias

Ist es einem Katholiken erlaubt, zu öffentlich ausgesprochenen Blasphemien zu schweigen?

Antwort: Nein, denn die angesichts der Blasphemien still bleiben, indem sie solchen Worten geduldig zuhören, können sich nicht katholisch nennen.

Papst Leo der Große schreibt in seiner Epistel XIV an Anastasius, Bischof von Thessaloniki: „Aber es ist vergeblich, dass sie den Namen Katholik annehmen, da sie sich diesen Blasphemien nicht widersetzen: Sie müssen ihnen glauben, wenn sie solchen Worten so geduldig zuhören können.“

siehe Beitrag: Grignion de Montfort – Der Haß der Verworfenen gegen Maria

Ist die Behauptung mit dem katholischen Glauben vereinbar, daß abgetriebene Kinder im Himmel sind?

Antwort: Nein. Wer dies behauptet, leugnet entweder die Erbsünde und ihre Folgen oder die Notwendigkeit der heiligmachenden Gnade, um in den Himmel einzugehen, und hängt damit der Irrlehre des Pelagianismus an. Die Aussage ist also ketzerisch.

siehe Beitrag: Die Notwendigkeit der Taufe für die Anschauung Gottes

Kann die Braut Christi – die katholische Kirche – Ehebruch begehen?

Antwort: Nein, denn wie die Päpste in ihren Lehrschreiben betonen und der hl. Cyprian sagt: „Zum Ehebruch lässt sich die Braut Christi nicht führen, sie ist unbefleckt und züchtig. Nur ein Haus kennt sie, die Heiligkeit eines Schlafgemaches bewahrt sie in keuscher Scham.“

siehe Beitrag: Die katholische Kirche ist die keusche Braut Christi