Wenn Satan eine Papstwahl verhindert

Die geheime Offenbarung des hl. Johannes

Die Kirche erleidet große Qualen (Kap. 12, 2-3)

Der Text fordert jedoch eine spezifischere Anwendung auf das bestimmte zukünftige Ereignis, auf das die Prophezeiung offensichtlich hinweist, und in dem die Kirche die heftigsten Schmerzen erleidet, indem sie zu dieser Zeit durch die größte Krise ihres ganzen Lebens gehen wird. In dieser Not gebiert sie eine bestimmte “Person”, die die Kirche mit einem eisernen Stab regieren soll (Vers 5). Es weist dann auf einen Konflikt innerhalb der Kirche hin, der darin besteht, jemanden zu wählen, der “alle Nationen regieren” sollte, und zwar wie es klar formuliert ist. In Übereinstimmung mit dem Text ist dies unmissverständlich eine PAPSTWAHL, denn nur Christus und sein Stellvertreter haben das göttliche Recht, ALLE NATIONEN zu regieren. Darüber hinaus hat die Kirche bei JEDER Papstwahl, die ohne Schwierigkeiten oder Gefahr durchgeführt werden kann, keine Angst. Aber zu diesem Zeitpunkt könnten die Großmächte eine bedrohliche Haltung einnehmen, um die Wahl des logischen und erwarteten Kandidaten durch die Androhung eines allgemeinen Glaubensabfalls, einer Ermordung oder Inhaftierung dieses Kandidaten zu verhindern, falls er gewählt wird. Dies würde einen äußerst feindseligen Geist in den Regierungen Europas gegenüber der Kirche voraussetzen und der Kirche intensive Qualen bereiten, denn ein ausgedehntes Interregnum im Papsttum immer katastrophal ist, und erst recht in einer Zeit der universellen Verfolgung. Wenn Satan es schaffen würde, eine Papstwahl zu verhindern, würde die Kirche große Qualen erleiden. (*)

… Als Drache wird Satan durch die bösen Weltkräfte jener Zeit in die Kirche eintreten, ihre Freiheit beeinträchtigen und vielleicht durch heimliche Vorschläge, die lange zuvor die Wahl der Kandidaten für das Episkopat gesteuert haben, sich nun durch Gewaltandrohungen bemühen, die Wahl des würdigsten Kandidaten für das Papsttum zu verhindern.

Die sieben Häupter können sieben Weltmächte sein, die zu dieser Zeit über die Welt herrschen. Sie wären dann nicht die gleichen Häupter wie die des Tieres, sondern würden die Zehn Hörner seines Reiches werden. Das Tier im nächsten Kapitel trägt keine Diademe auf seinen sieben Häuptern, was darauf hindeutet, dass jene Häupter, von denen er einer ist, einem anderen als sich selbst dienen. Seine zehn Hörner tragen jedoch Diademe; denn diese Hörner repräsentieren die zehn Könige, wie der Satan die Welt durch die sieben Häupter oder Reiche regiert.

Die sieben Köpfe deuten auf die sieben Hauptstädte hin, aus denen alle anderen Sünden und Laster fließen und durch die Satan das Werk der Errettung von Seelen vereitelt. Die zehn Hörner weisen auf die wichtigsten Institutionen der Welt hin, die dem Reich Christi feindlich gegenüberstehen: Judentum, Heidentum, Häresie, Schisma, Mohammedanismus, Atheismus, Rationalismus, Agnostizismus, Indifferentismus und Kommunismus. Satan in diesem Kapitel und das Tier im nächsten haben die gleichen Symbole, sieben Köpfe und zehn Hörner, weil das Tier alle Tugenden des Drachen verkörpert und seine Macht im Dienst des Satans ausübt. –Kramer, Fr. Herman B. Das Buch des Schicksals (S.277-279). TAN-Bücher. Kindle-Version. (eigene Übersetzung) (Herman Bernard Kramer, The Book of Destiny Mit Imprimatur [TAN Books Reprint, 1975])

(*) Anmerkung: “Unser maltesischer Freund (der in Alexandria geboren wurde) erzählte uns, dass er Spelly [Kardinal Francis Spellman] aus dem Konklave von 1958 kommen sah, weiß und zitternd.”  – aus dem Tage von Mgr. Joseph C. Fenton. (2. November 1960)

siehe dazu auch den Beitrag: Die Kirche wird in der Finsternis sein