Leo XIII über die Sekte der Freimaurer

Zu sehen ist die Tiara des Papstes, Bischofsstab, Schlüssel und Palmzweige sind hinter der Tiara des Papstes kreuzweise angeordnet

Päpstliches Lehramt

Papst Leo XIII. über die Sekte der Freimaurer

Aus dem Rundschreiben “Praeclara gratulationis” v. 20.6.1894

Die Sekte der Freimaurer ist äußerst gefährlich

120 Desgleichen droht der Einheit große Gefahr von Seiten der Freimaurer, einer Gesellschaft, deren unheimlicher Druck schon lange namentlich auf den katholischen Nationen lastet. Unter der Gunst verworrener Zeitverhältnisse emporgekommen, maßlos stolz im Hinblick auf ihre Stärke, ihre Machtmittel und Erfolge, zielen die Freimaurer mit aller Anstrengung dahin, ihre Herrschaft immer mehr zu befestigen und weiter auszubauen. Aus ihren geheimen Verstecken und Schlupfwinkeln ist diese Gesellschaft bereits mitten in den Städten offen ans Tageslicht hervorgetreten und hat gleichsam zur Herausforderung Gottes hier in dieser Stadt, dem Herzen des Katholizismus, sich eingenistet. Was aber das Allertraurigste ist: wo immer sie ihren Fuß hinsetzt, da drängt sie sich in alle Volksschichten und in alle Einrichtungen des Staates ein, um schließlich überall den Ton anzugeben und alles ihrem Gutdünken zu unterwerfen. Das ist sehr bedauerlich. Denn ihre verwerflichen Lehren und nichtswürdigen Absichten sind ganz allgemein bekannt. Angeblich um die allgemeinen Menschenrechte zu verteidigen und die bürgerliche Gesellschaft geistig zu erneuern, kämpft sie unerbittlich gegen das Christentum an, verwirft die von Gott geoffenbarte Wahrheit und verspottet die Übungen der Frömmigkeit, die göttlichen Sakramente und anderes, was uns heilig ist, als Aberglauben. Sie strebt danach, die Ehe, die Familie, die Jugenderziehung und den öffentlichen wie privaten Unterricht alles christlichen Geistes zu berauben und den Völkern alle Ehrfurcht vor göttlicher und menschlicher Autorität aus der Seele zu reißen. Sie schreibt ferner für den Menschen die Verehrung der Natur vor, und nur ihre Grundsätze seien Regel und Richtschnur für Wahrheit, Sittlichkeit und Gerechtigkeit. Auf diese Weise muss der Mensch augenscheinlich wieder in den Sitten und Lebensgewohnheiten der heidnischen Völker zurückfallen. Das moderne Heidentum wird sogar noch lasterhafter sein, da jetzt die Reizmittel für die Sinne viel zahlreicher sind als im Altertum.

Besonders die Italiener und Franzosen sollen sich aufraffen!

121 Obgleich Wir schon an anderer Stelle Uns über diese Sache aufs eindringlichste ausgesprochen haben, so mahnt Uns die apostolische Wachsamkeit, immer wieder darauf zurückzukommen und fort und fort Unsere Stimme warnend zu erheben, dass bei so drohender Gefahr keine Vorsichtsmaßregel so sicher und eingreifend ist, dass man nicht noch sicherer und eingreifender anzuwenden brauchte. Möge der gütige Gott diese böswilligen Anschläge vereiteln! Doch das christliche Volk soll wissen und immer vor Augen haben, dass das unwürdige Joch dieser Sekte einmal abgeworfen werden muss. Und dafür müssen sich am eifrigsten diejenigen bemühen, auf denen dieses Joch am schwersten lastet, die Italiener und Franzosen. Mit welchen Waffen und auf welche Weise dies am besten geschehen könne, das haben Wir schon dargelegt. Auch kann der Sieg nicht zweifelhaft sein für den, der auf den göttlichen Führer vertraut, der das Wort gesprochen hat: „Ich habe die Welt besiegt“ (Joh. 26, 33). –
aus: Carl Ulitzka, Lumen de caelo, Praktische Ausgabe der wichtigsten Rundschreiben Leo XIII. und Pius XI., 1934, S. 61

weitere Aussagen von Papst Leo XIII. aus “Humanum genus”:

Das Wesen der Freimaurerei

Die Gefahren der Freimaurerei